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Verschönerungs- und Museumsverein Willendorf 

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Info Eiszeit

Europa zur Zeit des Höchststandes der letzten Würm-Vereisung

 (eingezeichnet die wichtigsten Paläolithstationen der Epoche)

Nach einem kurzfristigen wärmeren Klimaabschnitt vor rund 30.000 Jahren, der im Lössprofil von Willendorf durch eine interstadiale Bodenbildung, die durch das einsetzende eiszeitliche Bodenfließen hang abwärts verlagert wurde, kam es zum letzten Kälteeinbruch. Während der langen, schneereichen Winter begannen sich die skandinavischen und alpinen Gletscher zu mächtigen Eismassen zu formen, die in den kurzen und kühlen Sommern nicht mehr abgeschmolzen wurden. So füllten diese allmählich auch die Täler und rückten schließlich in geschlossener Front bis weit in das Flachland vor. Wann dieser Prozess seinen Höhepunkt erreicht hatte, ist nicht genauer bestimmbar, doch dürfte er vor etwa 23.000 bis 20.000 Jahren erfolgt sein.

Dann trat eine weitere Klimaveränderung ein; diese bewirkte, dass die Winter extrem kalt und damit niederschlagsarm wurden, worauf die Gletscher stagnierten. Das eisfreie Gebiet zwischen den mächtigen Eisfronten (= Periglazialraum) wandelte sich. Die vormalige Lösssteppe wich - je nach dem Abstand zur Eisrandlage - einer Taiga und Tundra. Das Kältemaximum wurde vor ca. 18.000 Jahren erreicht, ehe wieder eine allmähliche Milderung des Klimas erfolgte.

Aber erst vor rund 10.000 Jahren trat jener entscheidende Klimaumsturz ein, welcher die Eismassen endgültig zum Abschmelzen brachte. Damit wurden die Endmoränen, die die Gletscher vor sich her geschoben hatten, freigelegt, die bis heute die ehemalige maximale Eisrandlage erkennen lassen und dokumentieren.-

Prof. Dr. F. J. Brandtner