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Mittelsteinzeit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Mittelsteinzeit, das Mesolithikum, ist die Zeit der nacheiszeitlichen Jäger und Sammler. Sie ist zur Altsteinzeit weniger durch ihre archäologischen Zeugnisse als vielmehr geochronologisch abgegrenzt und besitzt daher eher den Charakter einer unscharf definierten Übergangsphase.

Speziell in Europa jedoch kann sie als eigenständige Entwicklungsperiode gesehen werden, während der Begriff in anderen Weltteilen nicht angemessen scheint. Das Mesolithikum reicht im weitesten Sinne vom Ende der Altsteinzeit bis zum Auftreten des Ackerbaus, der den Beginn der Jungsteinzeit markiert. Das Ende der Mittelsteinzeit liegt daher im Vorderen Orient (hier ist der Begriff weniger gebräuchlich - siehe Epipaläolithikum sehr viel früher als in Mitteleuropa oder in Skandinavien. Somit beginnt die Mittelsteinzeit etwa um 8.000 v. Chr. und endet ca. 6.000 v. Chr. im südlichen bzw. 4.500 v. Chr. im nördlichen Mitteleuropa. Die Zeit ist vom Zurückweichen des Eises der letzten Eiszeit und der damit verbundenen Erwärmung des Klimas geprägt. Die eiszeitlichen Tundren wurden zu Wäldern. Aus dem borealen Kiefern-Birkenmischwald entwickelte sich mit der allmählichen Einwanderung wärmeliebender Arten Haselwälder und schließlich der atlantische Eichenmischwald. Die Besiedlungsgrenze verschob sich nach Norden.

Kennzeichnend für diese Epoche sind Kleingeräte aus Feuerstein (Mikrolithen), die als Teil komplexerer Werkzeuge (z.B. Sägen) verwendet wurden. Man unterscheidet Mikrolithen aus speziellen, sehr kleinen Klingen (Mikroklingen) und geometrische Mikrolithen, die durch das gezielte Zerbrechen und anschließende Retuschieren größerer Klingen hergestellt wurden. In Nordeuropa wurden geschäftete Beile zur Holzbearbeitung verwendet. Die interne Chronologie des Mesolithikums beruht vor allem auf den wechselnden Häufigkeiten dieser Geräteinsätze.

Nachdem bereits in der Altsteinzeit (Mähren) die ersten länger dauernden Großsiedlungen entstanden, nahm die Sesshaftigkeit in der Mittelsteinzeit weiter zu. Der verminderte Schweifradius läßt sich unter anderem an der Zusammensetzung des Feuersteinrohmaterials belegen. Die Menschengruppen der Mittelsteinzeit nutzten mehrere Siedlungsplätze saisonal, aber über mehrere Jahre hinweg. Ursache war insbesondere die bessere Verfügbarkeit von Sammelgut (Obst etc.), verbesserte Techniken zum Kleintierfang und die Entwicklung der Fischerei.

Weblinks

·  http://www.zalf.de/grano/lip/historie/stein/mittelstein.html

 

 

Von "http://de.wikipedia.org/wiki/Mittelsteinzeit"

Einordnung: Zeitalter